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F1 Freiflug

Freiflug bedeutet fliegen ohne Fernsteuerung, die Modelle befinden sich nach dem Start in einem „freien" Segelflug. Freiflug ist die älteste Sparte des heute sehr vielseitigen Modellfluges. Neue Technologien tragen jedoch laufend zur Weiterentwicklung bei, so dass von einfacheren Einsteigermodellen bis zu Wettbewerbsmodellen modernster Technik eine breite Palette existiert.

Freiflugmodelle sind so konstruiert, dass sie mit bester Flugstabilität selbständig möglichst lange fliegen und dabei Aufwinde ausnutzen. Dies wird erreicht durch aerodynamisch und punkto Festigkeit und Gewicht optimierte Konstruktionen, sowie eine autonome Steuerung im Modell, die je nach Anspruch ganz einfach bis elektronisch durch Mikroprozessor gesteuert sein kann.

Freiflug ist Plausch und Sport zugleich. Die Freiflieger treffen sich an Regional-, Schweizer-, Europa- und Weltmeisterschaften, sowie im Welt-Cup der Freiflieger. An diesen Wettbewerben ist die Flugdauer massgebend, wobei die Flugzeiten von mehreren Durchgängen für das Gesamtresultat addiert werden. Nebst guten Modellen ist auch viel Taktik und Feingefühl für die Wetterverhältnisse gefragt. Von entscheidender Bedeutung ist auch der Start, welcher dementsprechend trainiert werden muss. Freiflug fördert so ein breites Spektrum an Fähigkeiten in Technik, Sport und Natur.

Im Freiflug gibt es eine ganze Anzahl von Kategorien, die wichtigsten sind:

  • F1A Segelmodelle die vom Piloten mit einer Leine durch Laufen auf Höhe gebracht werden.
  • F1B Segelmodelle mit Gummimotor, ein aufgezogener Gummistrang treibt den Propeller an.
  • F1C Segelmodelle mit Verbrennungsmotor, der Motor bringt das Modell in 5 Sekunden auf Höhe.
  • F1D Saalflugmodelle mit Gummimotor, Gesamtgewicht 1,8 Gramm, Spannweite 55 cm.
  • F1E Segelmodelle für Hangflug mit Kurssteuerung auf dem Kompassprinzip.
  • F1Q Segelmodelle mit Elektromotor, der Motor ist beim Start 10 bis 20 Sekunden in Betrieb.
  • A1 Einfache Schülermodelle für Hangflug. Spannweite 100 bis 150 cm.

Die Flügelspannweiten sind je nach Kategorie etwas unterschiedlich und liegen im Bereich von 150 bis 300 cm, bei Modellgewichten von 200 bis 800 Gramm.

Je nach Neigung werden die Modelle selber entworfen und gebaut oder es werden fertige Modelle erworben, die von „professionellen" Freifliegern manuell hergestellt werden. Beim Selbstbau können unterschiedlichste vorgefertigte Teile, mechanische Komponenten und Steuerungen zugekauft werden.